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Lines! credit: Erik Schubert

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Surf Marokko – 1001 Welle im Nordwesten Afrikas

Marokko bietet nicht nur eine andere Kultur, sondern auch unzählig viele weltklasse Wellen, die alle in wenigen Autominuten erreichbar sind!

Letzte Woche begab ich mich, zusammen mit einem Kumpel, nach Marokko, um vor dem Wintereinbruch nochmals ein paar Wellen zu catchen, das Motto: Surf Marokko! Der Trip zeigte mir einmal mehr, wieviel das Land im Nordwesten Afrikas zu bieten hat: Nicht nur erstklassige Wellen, sondern auch geniales Essen, nette Menschen und eine Kultur, die es so in Europa nicht zu finden gibt. Alles in allem war also unser Trip nach Afrika mehr als nur gelungen und neben kleinen und großen Wellen, fanden wir auch Kamelherden, wilde Katzen und Hunde und trafen sogar alte Bekannte. Man kann definitiv sagen, dass wir nochmals eine Woche Sommer im Winter genossen haben, denn nicht nur der Wind, sondern auch das Wetter an sich spielte mit Sonnenschein und durchschnittlich 24° Celsius mit. Doch von vorn…

credit: Erik Schubert
credit: Erik Schubert

Anreise

Circa Anfang Oktober haben wir uns dazu entschieden, zu Beginn des Dezembers noch einmal eine Woche in den Süden zu fliegen, um ein paar Wellen zu surfen. Nach einem ersten Suchdurchlauf bei skyscanner wurde schnell klar, dass Marokko mit dem Zielflughafen Agadir definitiv sehr günstig mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Wir zahlten von Frankfurt International nach Agadir gerade einmal 40 € pro Person für Hin- und Rückflug (+ Boardbag). Doch auch von München und den anderen deutschen Städten haben wir günstige Flüge mit Condor, Lufthansa, Ryanair und anderen Airlines in die orientalische Kultur gefunden.

Doch auch eine Anreise nach Marrakech kommt in Frage. Die Stadt ist nicht nur sehr sehenswert, sondern liegt auch nur gute 3 Autostunden von der Surferhochburg Taghazout entfernt. Das bedeutet, falls der Flughafen deiner Wahl nicht Agadir anfliegt, gibt es keinen Grund für Tränen!

Unterkunft

Die Dachterasse lädt zum chillen ein! credit: Vincent Frey
Die Dachterasse lädt zum chillen ein! credit: Vincent Frey

An dieser Stelle geht ein herzliches Dank an Wavetours, die uns in ihrem Surf House in Imi Ouddar untergebracht haben. Wir hätten uns keine bessere Unterkunft vorstellen können und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist das Surf House gerade frisch renoviert und mehr als nur gemütlich eingerichtet. Im Untergeschoss befindet sich eine chillige Couch Lounge, es gibt eine Dachterasse mit herrlichem Ausblick, einen Hinterhof mit Bar und natürlich cozy Zimmer und Betten!

Das Untergeschoss des Surf Houses. credit: Vincent Frey
Das Untergeschoss des Surf Houses. credit: Vincent Frey

Auch das Personal im Surf House ist uns ans Herz gewachsen. Ich war schon einmal in einem Surf House in Taghazout, doch der persönliche Kontakt mit den Leuten im Wavetours Surf House ist besonders. Simo, der Leiter des Hauses, heißt eigentlich Mohammed, doch jeder nennt ihn nur Simo, was arabisch ist und soviel wie „Herr Mo“ bedeutet. Er ist ein echter Local und wuchs quasi im Line Up des Anchor Points auf. Er genießt dort hohes Ansehen und hat sogar seinen eigenen Parkplatz direkt am Wasser in Anchors! Er stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite und gab uns wertvolle Tipps über verschiedene Spots! Surfguide Ali ist ein sehr netter und lustiger Kerl, mit dem man definitiv viel Spaß hat. Er kennt sich bestens aus und surft ebenfalls schon extrem lange. Er und Simo kennen sich seit dem Kindesalter. Helfende Hände bekommen die beiden von Sarah, die Deutsche verbringt ihren Winter in wärmeren Gefilden und schaut, dass im Haus alles passt. Last, but not least muss auch noch Rajida erwähnt werden! Sie ist „schuld“, dass wir im Urlaub ständig überfressen waren, denn ihre Mahlzeiten waren der Hammer! Traditionell marokkanische Tajine und andere typische Spezialitäten kann sie im Schlaf zubereiten. Ich hatte sonst in Marokko immer Probleme mit meinem Magen, musste mich übergeben, viele kennen das Problem…doch dort war einfach alles wunderbar, keine Probleme!

Sundowner von der Dachterasse. credit: Erik Schubert

Darüber hinaus ist die Lage des Surf Houses einfach perfekt! Imi Ouaddar liegt ein paar Kilometer nördlich von Taghazout und hat mit dem Paradise Beach einen eigenen Strand, der sich locker fußläufig vom Surf House erreichen lässt. Dort kann man ideal mit dem Surfen beginnen. Doch auch für Intermediates und Pros ist die Lage optimal, denn mit dem Mietwagen, der in Marokko mehr als nur empfehlenswert ist, sind die interessanten Surfspots, die fast alle nördlich von Taghazout liegen, schnell erreicht. Ganz egal ob Anchor Point, Killer Point, Desert Point, Draculas oder Boilers. Hier gibts unseren Weg zu Anchors für eine Morning Session.

Das Wavetours Surf House können wir also definitiv nur weiterempfehlen und es wird mit Sicherheit nicht das Letzte mal gewesen sein, dass wir dort waren!

Spots – Surf Marokko!

Dass Marokko das Zuhause von zahlreichen weltklasse Wellen ist, ist eigentlich kein Geheimnis, doch viele unterschätzen immer wieder die extrem hohe Dichte an erstklassigen Wellen. Simo hat uns bei der Auswahl der richtigen Surfspots immer Tipps gegeben und diese enttäuschten uns nie! Generell ist in Marokko mehr Swell besser als zu wenig, denn die berühmten Pointbreaks brauchen in etwa eine Wellengröße von 1,5 Meter, um zu funktionieren. Doch auch bei weniger Swell oder wenn es sogar mal flat in Taghazout sein sollte kann man surfen. Sollte der Anchor oder Killer Point einmal zu groß für euch sein, ist Simo’s Empfehlung der Desert Point, wenn alles flach ist, laufen in Tamri, ca. 30 Minuten mit dem Auto nördlich vom Surf House, immer noch Wellen.

Perfect Anchors. credit: Vincent Frey
Perfect Anchors. credit: Vincent Frey

Es hat schon einen Grund, warum der Anchor Point nahezu immer crowded ist, denn die Welle macht einfach Spaß, sie ist entspannt, kein steiler Take-Off, meist nicht zu schnell. Trotzdem sind wir am größten Tag der Woche den Desert Point gesurft, da wir auf die Kombination aus dickem Swell und völlig überfülltem Line-Up keine Lust hatten. Ergebnis: Hammer Wellen und fast keine Leute. Gegen Ende wurden die Wellen immer kleiner und wir sind mit K11 und Tamri an die Swellmagneten gefahren und dort gesurft.

Desert Point credit: Vincent Frey
Desert Point credit: Vincent Frey

Alles in Allem war unsere Woche vielseitiger, als wir uns hätten vorstellen können. Klar, es stand jeden Tag surfen auf dem Programm und die Wellen waren jeden Tag aufs neue clean, doch wir waren an vielen verschiedenen Spots surfen, haben ausschließlich nette und gastfreundliche Menschen getroffen, tauchten in eine neue Kultur ein, genossen jeden Tag anderes, hervorragendes Essen von Rajida, verbrachten unsere Abende mit Gleichgesinnten im Surf House mit einem Surffilm oder einfach nur chillen im Hinterhof, erlebten beeindruckende Sonnenuntergänge von der Dachterasse aus und konnten es uns gut gehen lassen. Denn jeder Wunsch wurde uns im Surf House von den Lippen abgelesen.

Es stehen bereits Pläne, wieder zurück zu fliegen und auf eine weitere Mission „Surf Marokko“ zu gehen!

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