Wir kennen Janina Zeitler als jemand, der sich nicht lange mit Ausreden aufhält. Wenn es Wellen gibt, geht sie rein. Punkt. Aber was sie jetzt in München abgezogen hat, selbst für ihre Verhältnisse, war noch einmal eine andere Hausnummer. Minus sieben Grad. Kein Offshore im Morgengrauen, kein eisiger Nordsee-Wind. Sondern Wavepool. Genauer gesagt: o2 Surftown MUC. Und plötzlich ging es nicht mehr nur um Technik, Turns oder Trainingssets, sondern um eine ganz andere Frage. Wie lange bleibt Wasser eigentlich flüssig, wenn es draußen richtig friert?
Die Antwort: Nur solange es sich bewegt.

Sobald die Wellen stoppten, bildeten sich innerhalb kürzester Zeit Eisplatten auf der Oberfläche. Kein Scherz. Zwischen den Sets mussten buchstäblich Eisbrocken aus dem Pool geschaufelt werden. Line-up trifft Eisschollen-Management. Surfen im Gefrierfach.
Janina nennt es selbst den kältesten Surf ihres Lebens.
