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Elternzeit Surfurlaub Jan Schikora

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ELTERNZEIT: Destination Kanaren

Text & Fotos: Jan Schikora / unsplash

Es steht außer Frage, dass die Insel Fuerteventura (wie auch die Nachbarinseln) ein fast nicht erschöpfbares Potential an qualitativ hochwertigen Wellen unterschiedlicher Art und Form zur Verfügung stellt.

Zudem laden (außerhalb der jeweiligen Schulferien) moderate Preise für Flug und Unterkunft, ausgezeichnete Strände sowie schier unendliche Weiten menschenleerer Natur zu einer erholsamen Elternzeit ein.

 

Anreise

Wenn man nicht gerade mit einem Sportsegler per Du ist, der einem mit samt seiner Familie und entsprechendem Gepäck eine CO2 minimierende Überfahrt gewährt, bleiben einem wenig Alternativen, als sich in einen der Ferienflieger zu quetschen.
Außerhalb der Saison sind nahezu unanständige Preise zu bekommen, bei denen es nicht schwer fallen sollte, den verursachten CO2 Ausstoß wenigstens finanziell zu kompensieren.

Wohnen

Eine überraschend oft gewählte Alternative zur gemütlichen Ferienwohnung in Corralejo bietet die Verschiffung des eigenen Bullis/Wohnmobils, was offensichtlicher Weise einen gewissen Planungsvorlauf erfordert. Sollte dies keine Option sein, kann insbesondere El Cotillo als Basis empfohlen werden, da man hier strategisch gut positioniert ist um die Wellen der Nordküste, die Buchten der Westküste sowie die kinderfreundlichen Strände im Osten in angemessener Zeit erreichen zu können. Wem es nach erstklassigem Full English Breakfast mit ein wenig abendlichem Entertainment gelüstet ist dagegen bspw. in Corralejo gut aufgehoben.

Mobilität

Der Mietwagen ist obligatorisch wobei die Optik aufgrund einer sich stets reproduzierenden Staubschicht weitgehend irrelevant sein sollte. Das (zeitnahe) Erreichen einiger Spots an Nord und Ostküste erfordert einen hohen Grad an Gleichgültigkeit hinsichtlich der Lebensdauer der Verschleißteile des gemieteten Autos. Möglicherweise wird man bereuen, sollte man die Versicherung des Unterbodens – wie üblich verächtlich schnaubend – verweigert haben.

Nahrung / Babysachen

Es gibt überraschend gut sortierte Supermärkte, deren Warenkörbe jedoch mitunter eine, für den Kontinentaleuropäer überraschende Preisstruktur aufweisen, was teilweise darin liegen mag, dass die Kanarischen Inseln nicht dem Mehrwertsteuergebiet der EU zugehören. Zur Landestypischen Küche sind die, sich namentlich selbsterklärenden „Papas arrugadas“ hervorzuheben, welche auch für den Nachwuchs als primäre Nahrungsquelle zu empfehlen sind. Es empfiehlt sich dennoch den ein oder anderen zuckerfreien Brei mitzuführen.

Surf

Aus gutem Grund gelten die Kanaren als das Hawaii Europas und das nicht nur aufgrund der optischen Ähnlichkeit einiger Wellen der jeweiligen Nordküsten, sondern auch aufgrund der deckungszeitähnlichen Saisons. Wer hier außerhalb der Wintermonate nach Wellen sucht hält möglicherweise nicht viel von Wellenqualitätstabellen (was nicht heißen muss, dass man auch im Sommer den ein oder andern guten Tag erwischen kann). Wer zu den härteren Wellen der Nordküste lieber etwas Abstand hält, darf in der Regel an dem Spot mit dem treffenden Namen „Los Alemanos“ auf mildere Umstände hoffen. Bei geeignetem Wind, lädt der Beachbreak von El Cotillo dazu ein, sich unter die meist gelb-bewesteten Surfschüler zu mischen um seinem Nachwuchs die Vorzüge des Surfens vor Augen zu führen. Mit großem Glück und Verhandlungsgeschick gegenüber Kind(ern) und dem (gegebenenfalls) weniger surfaffinen Elternteil kann bei größerem Swell ein kleiner aber womöglich lohnender Bootstrip zu dem Spot Los Lobos (vor der Isla de Lobos) unternommen werden. Selbst die malerischen Strände süd-östlich von Corralejo können bei geeigneter Swellrichtung (kleineres) Wellenvergnügen bereiten.

Wetter

Neben fantastischem Surf stellt das Wetter einen der großen Pluspunkte der Kanaren dar. Geringe Temperaturschwankungen und verschwindend geringe Regenwahrscheinlichkeit gepaart mit fast lückenloser Sonnenbestrahlung lässt wenig Wünsche offen. Für den Nachwuchs wird trotzdem zu dem wärmsten verfügbaren Neoprenanzug geraten (der bestmöglicherweise bereits in Kontinentaleuropa erstanden wurde).

Flat-day Action

Für den emsigen Tourist verbirgt die Insel so manches Schmankerl. Hervorzuheben sind kleinere (oder größere) Bootsausflüge zu den kleineren Inseln, oft mit Schnorcheln/Tauchen zu verbinden, Wanderausflüge zu den Vulkankratern im zentralen Norden oder Off-road Mountainbiking. Wer sich gerne Textilfrei bewegt stößt vielerorts auf Gleichgesinnte.

Gesamtbudget

Alles in allem ist eine Elternzeit auf den Kanaren eine relativ günstige Möglichkeit die wirklich kalten Monate in angenehmer Atmosphäre mit optimaler Wellenausbeute zu verbringen. Ein günstiger Flug gepaart mit einer strategisch günstigen Selbstversorgerwohnung und kleinem Mietwagen sollten dem Budget genug Raum lassen um zumindest finanziell den verursachten CO2 Verbrauch zu kompensieren.

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