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Lenni Jensen in Quemao
Lenni Jensen in Quemao

News

Quemao Class 7′ Edition – Tim, Hugo und Lenni über ihre Erfahrungen in der «European Pipeline»

Im Dezember 2022 fand die 7’ Edition des Billabong Quemao Class Events auf Lanzarote statt, der größte Surf-Contest der Kanaren. Hier werden jedes Jahr 32 internationale Surfer:innen und Bodyboarder:innen eingeladen. Mit Tim Elter (19), Hugo Hermening (18) und Lenni Jensen (21) waren dieses Jahr gleich 3 der besten deutschen Surfer am Start, was immerhin knapp 10 % des gesamten Teilnehmerfeldes ausmacht und wohl nicht so schnell wieder vorkommen wird. Wie es für die Drei gelaufen ist, erfahrt ihr hier. 

QUEMAO – 7TH ANNUAL INVITATIONAL CONTEST IN MEMORY OF DAVID INFANTE «FULA»– CANARY ISLANDS

Die Quemao Class ist ein Memorial Contest und wird in Gedenken an den großartigen kanarischen Surfer David Infante, auch bekannt als “El Fula” veranstaltet, der am 1. Januar 2009 beim Surfen von Quemao sein Leben verlor. 

QUEMAOCLASS Memorial

In dem kleinen Fischerdörfchen La Santa, in der Gemeinde Tinajo, bricht eine der heftigsten Reefbreak-Wellen Europas, sie verzeiht keine Fehler. Quemao gilt nicht ohne Grund als “European Pipeline”. 

Für den Contest kann man sich nicht einfach anmelden, man muss eingeladen werden. Wann das Event genau stattfindet, ist im Vorhinein nicht wirklich klar – die Quemao Class hat eine 6-monatige Wartezeit, vom 1. Oktober bis zum 31. März. Sie startet dann, wenn die Wellen am besten sind. Das war dieses Mal am 26. und 27.12.22 der Fall. Und mit dabei waren Tim, Hugo und Lenni. 

 

QUEMAOCLASS 7 Edition
Foto: Quemao Class

Tim Elter

Tim durfte schon letztes Jahr als Ersatz für einen anderen Surfer beim Quemao Event teilnehmen, eine große Ehre, wie er findet. Damals hat er sogar den 3. Platz gemacht, sein größter Erfolg bis jetzt. Dieses Mal wurde er offiziell eingeladen.

Wie es gelaufen ist: 

„Dieses Jahr ist für mich gar nicht so viel passiert. Ich war am 1. Tag früh morgens in ziemlich schlechten Bedingungen dran, denn es war Lowtide. Das bedeutet, dass dann in Quemao noch keine Tubes laufen, also ganz schön suboptimal, um den Contest zu starten. Der Heat dauerte auch nur 20 Minuten und ich bin mit unter 5 Punkten aus dem Wasser gekommen. Ich hatte eine spannende Welle am Anfang, leider ohne Tube. Meine 2. Welle hat zu gemacht und bei der 3. hat es mich leider ziemlich böse zerlegt.“

„Ich dachte, dass es  mich komplett auf’s Riff haut, aber es ist zum Glück nichts passiert. Das war echt ein Wunder, das hätte auch anders ausgehen können.“

Wipe Out Tim Elter
Foto: Markus Elter

„Quemao hat eine recht gefährliche End-Section, die man nur bei Hightide surft, aber bei uns war eben Dead Lowtide und es waren die letzten Sekunden im Heat, also bin ich reingezogen. Ich bin dann als 3. Platz aus dem Heat geflogen. Der 1. Platz hat es mit Turns gepackt (was eher komisch für Quemao ist) und der 2. war der einzige, der eine Tube gefunden hat.

Naja, mittags wurden die Wellen epic, da hat Lenni Jensen dann eher gescored. Der hat ‘ne 9,4 gesurft, eine ziemlich spannende Welle. Allgemein habe ich keine zu großen Erwartungen an mich selbst gesetzt, aber mich hat es schon getriggert, dass die Wellen nachher bei Hightide besser liefen und ich nicht zeigen konnte, was ich eigentlich kann, in guten Wellen. “ 

 

QUEMAOCLASS - Tim Elter
Foto: Quemao Class

Hugo

Hugo war zum ersten Mal dabei. 

„Ich konnte dank einer Wildcard von der Junior U21-Meisterschaft in Punta Blanca an der Quemao Class teilnehmen. Ab dann habe ich viel für das Event trainiert, da es einer der wichtigsten Contest 2022 für mich war. Vorbereitet habe ich mich, indem ich ins Fitnessstudio gegangen bin, Yoga gemacht habe und unter Bedingungen gesurft bin, die der Welle des Contests ähnlich sind. Außerdem war ich schon eine Woche vorher in Quemao surfen, um mich an die Welle anzupassen und sie besser kennenzulernen.

Am Tag des Contests wusste ich, dass ich in einen sehr harten Heat gerutscht war, mit meinem Vorbild Aritz Aranburu, dem sehr guten Barrel-Rider Iren Gearoid Mcdaid, und meinem Freund und Local Conor Donegan. Vor dem Heat habe ich mir die Wellen ganz genau angeschaut und gesehen, dass die Jungs aus den vorherigen Heats wirklich gute Rechte erwischen konnten. Also beschloss ich, nach diesen Rechten Ausschau zu halten, um gute Scores zu erzielen. Zu Beginn des Heats folgte ich meinem Plan und erwischte eine gute Rechte, bei der ich auch in die Tube ziehen konnte, aber nicht mehr heraus. Dann habe ich viel Zeit verloren und Conor, Aritz und Gearoid konnten mit einigen Linken gute Ergebnisse erzielen. Am Ende kamen Gearoid und Conor weiter, Aritz wurde Dritter und ich Vierter.“

„Unabhängig vom Ergebnis war es eine großartige Erfahrung, mit den Besten der Welt auf einer so unglaublichen Welle wie Quemao zu surfen.“

Hugo in Quemao
Foto: Quemao Class

Lenni

Auch für Lenni war es das 1. Mal beim Quemao Class Contest. 

„Als ich die Einladung von Franito bekommen habe, habe ich mich mega gefreut. Das war mein erstes Mal beim Quemao Event und ich war dementsprechend ziemlich aufgeregt.“

„Ich bin in den Contest gar nicht so reingegangen, dass ich unbedingt gewinnen wollte. Ich wollte einfach nur eine richtig geile Welle bekommen, und das hab ich dann auch, in den letzten vier Minuten.“

Lenni Jensen in Quemao

„Die anderen in meinem Heat hatten schon ein paar Wellen genommen und ich habe mich dann einfach an meinen Local Kumpel Manu gehalten, da ich dachte, dass er die Welle am besten kennt. Also hab ich mich hinter ihn gesetzt und mit Priority auf das große Set gewartet, und dann kam sie durch, die Welle. Ich bin ein bisschen nach rechts gepaddelt, was mich beim runterfahren der Welle dann etwas aus der Balance gebracht hat. Deshalb hatte ich keine Zeit mehr, die Rail zu grabben und bin dann nohand in die Barrel rein, die ganze Zeit nograp durch die Barrel durch und am Ende raus. Ich konnten sogar noch einen kleinen Claim machen, bevor die nächste Section Closeout gegangen ist. 

Und nicht zu vergessen: Beim rauspaddeln in den Heat hab ich schnell mal zum Strand geschaut und ich glaube, dass ich noch nie in meinem Leben so viele Menschen gesehen habe, die bei einem Surf Contest zuschauen.“

„Also der Beach war gefüllt, es waren bestimmt so 500-700 Menschen da, und die Atmosphäre war ganz anders, als bei normalen Wettkämpfen. Einfach der Hammer.“

Publikum in Quemao
Foto: Quemao Class

Lennis Welle seht ihr hier!

Und noch eine Frage zum Schluss:

Quemao ist doch ein Open Contest, also für Männer und Frauen. Wo waren die ganzen Girls? 

Tim: „Leider ist Quemao wieder so ein Contest wo Mann realisiert, wie groß der Unterschied im Surf/Bodyboard Sport bei heftigen Wellen ist, immer noch. Es gab mal eine Bodyboarderin, also eine Frau in 6 Jahren und das in nur einer Disziplin. Vielleicht haben wir in 2-3 Jahren die erste Surferin in Quemao: Teresa Padilla.“

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