Wer regelmäßig surfen geht, kennt das Problem. Was tun, wenn die Wellen zu klein, der Wind zu stark oder die Tide zu hoch ist, um mit dem Surfboard Spaß zu haben. Genau dann schlägt die Stunde des Skimboards.
Was früher oft nur als Zeitvertreib für Surfer galt, hat sich längst zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt. Vor allem an Stränden mit flach auslaufender Brandung kann Skimboarden unglaublich viel Spaß machen und ganz nebenbei verbessert es Balance, Timing und Boardgefühl. Gleichzeitig gehört es aber auch zu den Sportarten, bei denen man sich schnell einmal ordentlich lang machen kann. Wer mit zu viel Geschwindigkeit oder an der falschen Stelle aufs Board springt, merkt schnell, dass nasser Sand nicht immer so weich ist, wie er aussieht.
Was ist Skimboarden überhaupt?
Ein Skimboard ist deutlich kleiner, dünner und leichter als ein Surfboard und besitzt keine Finnen. Statt hinauszupaddeln, läuft man mit dem Board in den Händen an, wirft es auf den dünnen Wasserfilm am Strand und springt in voller Bewegung auf das gleitende Board. Durch den Aquaplaning-Effekt gleitet das Skimboard über das flache Wasser und kann entweder kleine Wellen zurück zum Strand abreiten oder, je nach Disziplin, für Tricks und Rotationen genutzt werden.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Varianten:
Wave Skimboarding ist die surfähnliche Variante. Ziel ist es, mit viel Geschwindigkeit eine anlaufende Welle zu erreichen, sie zu treffen und ähnlich wie beim Surfen bis zum Strand zurückzufahren.
Flatland Skimboarding findet dagegen auf spiegelglattem Wasser statt und orientiert sich stark am Skateboarden. Tricks wie Shuvits, Kickflips oder Spins gehören hier genauso dazu wie das Fahren über Rails oder Slider.



