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Rapid Surf Europameisterschaft

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Deutschland schreibt Rapid Surf Geschichte: Team Germany wird erster Europameister

Fotos: Ondrej Kolacek

Historischer Erfolg für das deutsche Rapid Surfing: Bei der ersten offiziellen Rapid Surf Europameisterschaft im OANA in Ebikon holt Deutschland die Nationenwertung. Lennard Weinhold und Yves Viala krönen sich zu den ersten Europameistern ihrer Kategorien, dazu kommen zahlreiche weitere deutsche Podiumsplätze. Vier Tage lang zeigten 78 Athletinnen und Athleten aus acht Nationen, wie weit sich die noch junge Disziplin mittlerweile entwickelt hat.

Die erste Rapid Surf Europameisterschaft ist Geschichte und aus deutscher Sicht hätte diese Premiere kaum erfolgreicher laufen können. Vom 23. bis 26. September wurde die stehende Welle im OANA in Ebikon bei Luzern erstmals zur Bühne für eine offizielle kontinentale Meisterschaft im Rapid Surfing.

Am Ende steht nicht nur eine ganze Reihe deutscher Medaillen. Deutschland gewinnt auch die Nationenwertung vor Gastgeber Schweiz und Österreich und darf sich damit als erstes Land Rapid Surf Europameister nennen.

Dazu kommen zwei Einzeltitel: Lennard Weinhold gewinnt die Open Men, Yves Viala triumphiert bei den Junior Boys U18.

Rapid Surf Europameisterschaft

Lennard Weinhold ist erster Europameister der Open Men

Für Lennard „Lenny“ Weinhold dürfte dieser Titel besonders viel bedeuten.

Nach seiner Rückkehr auf die internationale Wettkampfbühne schaffte es der Deutsche direkt wieder ganz nach oben. Im Finale der Open Men setzte er sich gegen ein starkes Feld durch und krönte sein Comeback mit dem ersten Europameistertitel in der Geschichte des Rapid Surfings.

Direkt nach seinem Sieg brachte Weinhold seine Emotionen ziemlich einfach auf den Punkt:

„Das ist einfach das beste Gefühl der Welt, das kann ich gar nicht in Worte fassen.“

Hinter ihm landete der Norweger Marius Øystein Gerlach auf Rang zwei.

Und damit war aus deutscher Sicht noch lange nicht Schluss. Konstantin Leugermann holte Bronze, Joshua Holy belegte Rang vier. Drei Deutsche unter den besten vier Open Men sind eine ziemlich deutliche Ansage und zeigen, wie stark die deutsche Rapid Surf Szene inzwischen auch international aufgestellt ist.

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Ina Schorr und Valeska Schneider gemeinsam auf dem Podium

Auch bei den Open Women durfte Deutschland gleich doppelt feiern.

Den ersten Europameistertitel der Kategorie holte sich die Schweizerin Eva Weiss. Direkt dahinter folgten allerdings zwei deutsche Surferinnen.

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Ina Schorr sicherte sich Silber und damit den Titel der Vize Europameisterin. Valeska Schneider komplettierte als Dritte das Podium.

Für Schneider war es nur wenige Wochen nach ihrem dritten deutschen Meistertitel in Folge der nächste starke Auftritt. Bei der Rapid Surf DM in Hannover hatte sie sich erneut zur nationalen Meisterin gekrönt, jetzt folgt Bronze auf europäischer Ebene.

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Deutsches Podium bei den Junior Boys

Was dann bei den Junior Boys U18 passierte, dürfte dem Deutschen Wellenreitverband besonders gefallen haben.

Platz eins, zwei und drei gingen komplett an Deutschland.

Ganz oben stand Yves Viala. Der 17 Jährige krönte damit eine ohnehin starke Saison. Erst Anfang September hatte er sich bei der Deutschen Meisterschaft in Hannover den Titel bei den Open Men geschnappt, jetzt ist er auch der erste Rapid Surf Europameister bei den Junior Boys.

Dahinter holte Antonin „Toni“ Meier Silber, Leander Lu sicherte sich Bronze.

Ein komplett deutsches Podium bei der ersten Europameisterschaft ist nicht nur ein starkes Ergebnis für diesen einen Contest. Es zeigt auch, was im deutschen Rapid Surf Nachwuchs momentan nachkommt.

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Lea Sasse holt Silber bei den Junior Girls

Auch bei den Junior Girls U18 gab es eine deutsche Medaille.

Lea Sasse erreichte das Finale und sicherte sich den Vize Europameistertitel. Nur die Österreicherin Gretchen Steiner landete vor ihr und schrieb damit ihrerseits Geschichte als erste Europameisterin dieser Kategorie.

Aline Gasser und Melissa Gasser aus der Schweiz belegten die Plätze drei und vier.

Damit stand Deutschland in fünf der sechs Competition Kategorien mindestens mit einem Athleten oder einer Athletin im Finale.

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Die Schweiz holt drei Einzeltitel

Auch Gastgeber Schweiz nutzte seinen Heimvorteil eindrucksvoll.

Bei den Open Women setzte sich Eva Weiss durch. Bei den Masters gingen sogar beide Europameistertitel an die Schweiz. Anna Lemann gewann die Master Women, Fabian Villarroel die Master Men.

Besonders dominant präsentierten sich die Schweizerinnen bei den Master Women. Hinter Lemann folgten Nathalie Gasser und Annina Krähenbühl, womit das komplette Podium an die Gastgeberinnen ging. Die Deutsche Nadine Ziessig erreichte als Vierte ebenfalls das Finale.

Bei den Master Men wurde Simon Wüthrich Zweiter hinter Villarroel. Manuel Burger aus Österreich holte Bronze.

Insgesamt schafften es Schweizer Athletinnen und Athleten zehnmal in die Top 4.

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Die Ergebnisse der Euro Rapid Surf 2026

Open Men: 1. Lennard Weinhold (GER), 2. Marius Øystein Gerlach (NOR), 3. Konstantin Leugermann (GER), 4. Joshua Holy (GER).

Open Women: 1. Eva Weiss (SUI), 2. Ina Schorr (GER), 3. Valeska Schneider (GER), 4. Michelle Ernst (SUI).

Junior Boys U18: 1. Yves Viala (GER), 2. Antonin Meier (GER), 3. Leander Lu (GER), 4. Tim Weiss (SUI).

Junior Girls U18: 1. Gretchen Steiner (AUT), 2. Lea Sasse (GER), 3. Aline Gasser (SUI), 4. Melissa Gasser (SUI).

Master Women: 1. Anna Lemann (SUI), 2. Nathalie Gasser (SUI), 3. Annina Krähenbühl (SUI), 4. Nadine Ziessig (GER).

Master Men: 1. Fabian Villarroel (SUI), 2. Simon Wüthrich (SUI), 3. Manuel Burger (AUT), 4. Rainer Schaub (SUI).

Nationenwertung: 1. Deutschland, 2. Schweiz, 3. Österreich, 4. Tschechien.

Vier Tage Rapid Surfing in Ebikon

Dass es überhaupt einmal eine offizielle Europameisterschaft im Rapid Surfing geben würde, wäre vor einigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen.

Mittlerweile sieht die Situation anders aus.

78 Athletinnen und Athleten aus acht Nationen reisten zur Premiere in die Schweiz. Organisiert wurde die Meisterschaft von Swiss Surfing im Auftrag der European Surfing Federation.

Vom ersten Training über die Qualifikationen bis zum Finals Day am Samstag wurde das Teilnehmerfeld immer kleiner. Gleichzeitig stieg das Niveau. Gerade am Finaltag sorgten die knappen Entscheidungen und immer progressiveren Runs für ordentlich Stimmung rund um die Welle.

Neben dem eigentlichen Contest gab es mit Surf Village, Surfskate Kursen, Live Musik und Surffilmen im Kino der Mall of Switzerland ein entsprechendes Rahmenprogramm.

Damit sollte die erste EM auch zeigen, wo die Reise für Rapid Surfing hingehen könnte: professioneller Wettkampfsport auf der Welle, kombiniert mit der Community und Kultur, aus der die Disziplin entstanden ist.

Rapid Surf Europameisterschaft

Vom Nischensport zur Europameisterschaft

Die erste Euro Rapid Surf zeigt gleichzeitig, wie schnell sich die Sportart entwickelt hat.

Stehende Wellen gibt es zwar schon deutlich länger, doch mit neuen Anlagen und einer wachsenden Contest Szene hat sich Rapid Surfing in den vergangenen Jahren zunehmend als eigene Disziplin etabliert. Deutschland, Österreich und die Schweiz gehören dabei zu den europäischen Hotspots.

Die erste offizielle Europameisterschaft unter dem Dach der European Surfing Federation ist deshalb ein wichtiger Schritt.

Aus einzelnen Contests, nationalen Meisterschaften und einer eng vernetzten Szene ist nun eine kontinentale Meisterschaft mit sechs offiziellen Titeln geworden.

Und aus deutscher Sicht hätte dieses erste Kapitel kaum besser beginnen können.

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