Warum habt ihr euch für diese Drehorte entschieden: Kanaren, Portugal und Irland?
Seabass: Die Kanaren waren klar, das ist Tims Heimat und dort ist auch der Unfall passiert, den wir im Film erzählen. Dann wollte Tim gerne nach Portugal, weil er dort mit seinem Idol Marlon Lipke surfen wollte. Und nach Irland wollte Tim, weil er schon lange den Traum hatte, genau diese eine Welle dort zu surfen.
Ihr seid recht spontan nach Irland aufgebrochen. Wie war der Trip?
Seabass: Ein absolutes Abenteuer. Es war Januar, arschkalt, und ich hatte beim Filmen sechs Jacken übereinander und noch einen Dryrobe drüber. Aber es war wunderschön. Die Landschaft ist unglaublich und die Leute extrem freundlich.
Und das Ganze kam super spontan. Kurz nach Neujahr rief Tim an: „In drei, vier Tagen kommt ein guter Swell, wir müssen nach Irland.“ Ich war eigentlich noch Ski fahren. Also haben wir in kürzester Zeit Flüge, Autos, Team und den ganzen Rest organisiert. Komplettes Chaos, aber irgendwie hat alles funktioniert. Und dann noch der Trip an sich nach Irland, mit dem E-Auto, das war spannend.
Tim: Irland hat einfach eine unglaubliche Energie. Diese Klippen, die Kälte, das Licht, der Wind, das hat alles etwas sehr Rohes und sehr Echtes. Es ist ein Ort, der einen sofort in seinen Bann zieht.
Dazu kommt, dass die Menschen dort sehr herzlich sind, wenn man respektvoll auftritt. Diese Mischung aus rauer Natur und Offenheit hat mir extrem gefallen. Irland ist ein sehr magischer Ort.
Aber die Hinfahrt war für mich mit ziemlich viel Adrenalin, Respekt und sogar Angst verbunden. Ich wusste schon zu Hause: Jetzt wird’s ernst. Und gleichzeitig war ich überhaupt nicht richtig vorbereitet. Ich musste noch Equipment organisieren, mir ein Brett von einem Kumpel besorgen, meine Sticker draufkleben, Sachen zusammensuchen, es war alles sehr kurzfristig.