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Winterflucht

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Winterfluch(t): Die besten Surf-Destinationen im März und April

Winter? Reicht jetzt. Zeit für Wärme & Salzwasser.

Draußen Nieselregen. Der Himmel irgendwo zwischen Grau und Noch-Grauer. Die Neoprenhandschuhe trocknen seit drei Wochen auf der Heizung und fühlen sich trotzdem noch klamm an. Morgens ins Auto steigen bedeutet beschlagene Scheiben und kalte Finger. Und selbst wenn die Nordsee mal läuft, ist die Motivation ungefähr so hoch wie die Wassertemperatur.

Kurz gesagt: Der deutsche Spätwinter zieht sich.

Während hier die Tage gefühlt nicht heller werden, schieben anderswo saubere Lines über warme Riffe. Während wir Forecast-Apps refreshen und hoffen, dass der Wind vielleicht doch dreht, laufen in Marokko lange Rechte über den Point. In Costa Rica steht morgens Offshore bei 28 Grad Lufttemperatur. Und auf den Malediven bricht die Welle so perfekt, dass sie aussieht, als hätte jemand sie mit einem Lineal gezeichnet.

März und April sind genau diese magischen Monate, in denen man dem europäischen Winter noch einmal entkommen kann, ohne mitten in der Hochsaison zu landen. Die ganz brutalen Winterstürme sind vielerorts vorbei, aber die Swells bleiben. Die Line-ups sind entspannter als im Sommer. Und das Gefühl, vom grauen Alltag direkt ins Salzwasser zu springen, ist unbezahlbar.

Wer jetzt die Flucht ergreift, bekommt oft das Beste aus zwei Welten. Konstante Wellen und bessere Windfenster. Sonne auf der Haut statt Frost im Gesicht. Und Sessions, bei denen man nach zwei Stunden nicht mehr spürt, ob die Füße noch da sind.

Ob lange Pointbreak-Lines in Marokko, tropische Reefs im Indischen Ozean oder Pazifik-Power in Mittelamerika – März und April liefern weltweit starke Bedingungen. Man muss nur entscheiden, ob es eher warme Reefbreaks, kraftvolle Beachbreaks oder legendäre Points sein sollen.

Hier kommen die besten Destinationen, um dem Sauwetter endgültig den Rücken zu kehren und sich den Frühling selbst zu suchen.

Marokko Winter Surf

Marokko – Lange Rights und Atlantik-Power

Marokko gehört im Frühjahr weiterhin zu den verlässlichsten Zielen am Atlantik. Rund um Taghazout laufen auch im März noch kräftige Nordatlantik-Swells ein, die an den berühmten Pointbreaks der Region für lange, saubere Rechte sorgen. Anchor Point zeigt sich bei guten Bedingungen von seiner ikonischen Seite mit langen Walls und schnellen Sections. Killer Point und Boilers liefern ebenfalls kraftvolle Rides für erfahrene Surfer.

Im April nimmt die Swell-Frequenz langsam ab, dafür werden die Wassertemperaturen angenehmer und die Line-ups etwas entspannter. Wer auf lange Lines, Sonne und orientalische Atmosphäre steht, findet hier eine der besten Kombinationen aus Qualität und Erreichbarkeit.

Preisniveau: ★★★★☆
Wellenqualität März/April: ★★★★★
Könnerstufe: ★★★☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★★☆
X-Faktor: ★★★★★

Portugal – Kraftvolle Beachbreaks und legendäre Reefs

Portugal spielt im Frühling seine ganze Vielfalt aus. Während die Winterstürme nachlassen, bleiben solide Swells bestehen. In Ericeira laufen Spots wie Ribeira d’Ilhas oder Coxos regelmäßig und bieten anspruchsvolle Bedingungen für fortgeschrittene Surfer. Weiter südlich an der Algarve oder im Alentejo sind die Beachbreaks im März und April oft cleaner als im Hochsommer.

Peniche mit Supertubos bleibt ein Magnet für fortgeschrittene Surfer, die schnelle, hohle Wellen suchen. Gleichzeitig finden sich in geschützten Buchten auch softere Peaks für weniger erfahrene Rider. Portugal bietet im Frühjahr eine beeindruckende Mischung aus Performance-Wellen und flexibler Spotwahl.

Preisniveau: ★★★☆☆
Wellenqualität März/April: ★★★★★
Könnerstufe: ★★☆☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★★☆
X-Faktor: ★★★★☆

A-Frame Surfcamp Andalusien

Andalusien – Atlantik-Light mit Frühlingsbonus

Ganz im Süden Spaniens, dort wo Europa langsam in Afrika übergeht, liegt eine der unterschätztesten Frühjahrs-Optionen für Surfer. Die Küste rund um Cádiz, El Palmar, Conil oder Caños de Meca liefert im März und April regelmäßig saubere Atlantik-Swells, allerdings meist etwas moderater und zugänglicher als in den Hochwintermonaten.

El Palmar ist dabei der Klassiker. Ein weitläufiger Beachbreak mit mehreren Peaks, der je nach Swellgröße von anfängerfreundlich bis durchaus anspruchsvoll funktionieren kann. Bei guten Bedingungen laufen hier lange, saubere Wellen mit viel Raum für Turns. Weiter südlich sorgen Spots rund um Tarifa bei passender Windrichtung für solide Sessions, auch wenn die Region eher für Wind- als für Groundswell bekannt ist.

Im Frühjahr ist Andalusien besonders attraktiv. Die Temperaturen klettern deutlich über mitteleuropäisches Niveau, die Line-ups sind entspannter als im Sommer und die Region wirkt insgesamt ruhiger. Nach der Session Tapas essen, Sonnenuntergang über dem Atlantik, leichter Offshore am nächsten Morgen – viel näher kommt man an eine unkomplizierte Winterflucht kaum heran.

Preisniveau: ★★★★☆
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★☆☆☆☆ bis ★★★★☆
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★☆

Fuerteventura

Kanarische Inseln – Europäisches Warmwasser-Upgrade

Fuerteventura und Lanzarote sind im März und April besonders attraktiv. Die großen Winter-Swells werden etwas moderater, bleiben aber konstant genug für gute Sessions. Spots wie La Santa auf Lanzarote oder die North Shore von Fuerteventura liefern kraftvolle Reefbreaks mit viel Potenzial.

Gleichzeitig bieten Beachbreaks wie Famara oder El Cotillo zugänglichere Bedingungen. Das Klima ist mild, die Tage werden länger und das Wasser ist mit Neopren gut surfbar. Wer kurze Anreise mit verlässlichen Wellen kombinieren möchte, findet hier eine starke Option.

Preisniveau: ★★★☆☆
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★★☆☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★☆

Kapverden – Atlantische Klasse mit Tropen-Flair

Die Kapverden sind im März und teils noch im April in Hochform. Auf Sal sorgt Ponta Preta bei solidem Swell für schnelle, kraftvolle Rechte mit echtem World-Class-Charakter. Auch Santa Maria oder Punta Sino bieten abwechslungsreiche Bedingungen.

Das Wasser ist deutlich wärmer als am europäischen Festland, die Atmosphäre entspannt und international. Für fortgeschrittene Surfer sind die Kapverden im Frühjahr eine der interessantesten Optionen im Atlantikraum.

Preisniveau: ★★★☆☆
Wellenqualität März/April: ★★★★★
Könnerstufe: ★★★☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★★

Sri Lanka – Tropische Vielfalt in der Übergangszeit

Sri Lanka befindet sich im März und April in einer spannenden Phase zwischen den Monsunen. An der Südküste rund um Midigama, Weligama und Hikkaduwa laufen regelmäßig saubere Reefbreaks mit mittlerer Größe. Spots wie Lazy Left oder Rams bieten lange, verspielte Wellen, die sowohl Shortboarder als auch Longboarder ansprechen.

Die Wassertemperaturen sind tropisch, das Leben günstig und die Atmosphäre entspannt. Gerade für Surfer, die Winter und Neopren endgültig hinter sich lassen wollen, ist Sri Lanka eine reizvolle Alternative.

Preisniveau: ★★★★★
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★☆☆☆☆ bis ★★★★☆
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★☆

Surfen Sri Lanka

Malediven – Konstante Reefs im Indischen Ozean

Die Malediven bieten im März und April häufig sehr gute Bedingungen, bevor die Hauptsaison mit den großen Südwest-Swells beginnt. Spots wie Pasta Point, Sultans oder Chickens laufen regelmäßig und liefern saubere, mechanische Reefbreaks mit klar definierten Sections.

Die Wellen sind kraftvoll, aber berechenbar, was sie für erfahrene Surfer extrem attraktiv macht. Wer den Fokus auf reine Surfzeit, warmes Wasser und Bootstrips legt, findet hier eine der komfortabelsten Winterfluchten.

Preisniveau: ★☆☆☆☆
Wellenqualität März/April: ★★★★★
Könnerstufe: ★★★★☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★★

Costa Rica – Pazifische Konstanz und warmes Wasser

An der Pazifikküste Costa Ricas herrscht im März und April Trockenzeit. Die Bedingungen sind sonnig, die Offshore-Winde am Morgen häufig stabil und die Swells konstant. Pavones, Playa Negra oder Witch’s Rock bieten druckvolle Wellen für Fortgeschrittene, während Tamarindo oder Santa Teresa auch für Einsteiger und Intermediates geeignet sind.

Costa Rica kombiniert tropisches Klima mit einer guten Infrastruktur und abwechslungsreichen Spots. Wer Surf und Naturerlebnis verbinden möchte, findet hier eine ideale Mischung.

Preisniveau: ★★★★☆
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★☆☆☆☆ bis ★★★★☆
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★☆

Mexiko – Lange Lines und kräftige Beachbreaks

Mexikos Pazifikküste liefert im Frühjahr solide Bedingungen. In Baja California läuft Scorpion Bay bei passendem Swell mit langen, cruisigen Rides, während legendäre Spots wie Puerto Escondido oder Barra de la Cruz deutlich kraftvoller auftreten können.

Im Süden rund um Oaxaca oder Guerrero beginnen erste südliche Swells aufzubauen. Die Temperaturen sind warm, das Wasser ebenfalls, und die Bandbreite reicht von entspannten Pointbreaks bis zu schweren Tubes.

Preisniveau: ★★★★☆
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★★☆☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★☆

Mexiko Surfspots

Peru – Endlose Linke im Herbstbeginn

In Peru beginnt im April langsam die starke Saison mit südlichen Swells. Chicama, bekannt für eine der längsten Wellen der Welt, zeigt erste lange Lines. Auch Punta Hermosa oder La Herradura liefern saubere, langgezogene Wellen mit viel Raum für Turns.

Das Wasser ist kühler als in tropischen Destinationen, doch die Qualität der Wellen ist außergewöhnlich. Wer Performance und Länge sucht, sollte Peru im Frühjahr im Blick behalten.

Preisniveau: ★★★★☆
Wellenqualität März/April: ★★★★☆
Könnerstufe: ★★★☆☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★☆☆☆
X-Faktor: ★★★★★

Südafrika – Pointbreak-Perfektion

Jeffrey’s Bay entwickelt im April zunehmend seine typische Herbstform. Die legendären Rechtswellen an den Supertubes werden regelmäßiger, die Winde stabiler. Für fortgeschrittene Surfer ist dies eine der besten Zeiten des Jahres, bevor der große Winter-Swell einsetzt.

Südafrika kombiniert kraftvolle Wellen mit beeindruckender Landschaft und einer starken Surfkultur. Wer auf lange, schnelle Pointbreaks steht, findet hier Weltklasse-Bedingungen.

Preisniveau: ★★★☆☆
Wellenqualität März/April: ★★★★★
Könnerstufe: ★★★★☆ bis ★★★★★
Crowd-Faktor: ★★★☆☆
X-Faktor: ★★★★★

Corona Open J-Bay
Foto: WSL

Worauf wartest Du noch?

März und April sind ideale Reisemonate für alle, die dem Winter entfliehen wollen, ohne auf Qualität zu verzichten. Der Atlantik liefert weiterhin solide Swells in Marokko, Portugal und auf den Inseln. Der Indische Ozean und der Pazifik bieten tropische Alternativen mit warmem Wasser und konstanten Bedingungen.

Ob kraftvolle Pointbreaks in Marokko, tropische Reefs auf den Malediven oder lange Linien in Peru – das Frühjahr bietet eine beeindruckende Bandbreite. Wer flexibel reist und den Swell im Blick behält, kann jetzt einige der besten Sessions des Jahres erleben.

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