Mit dem Space Case verfolgt Delight Alliance einen ziemlich eigenständigen Ansatz. Gemeinsam mit der Surftalk Crew entwickelt, soll der Shape das entspannte Wave Catching und die Gleitleistung eines Midlengths mit der Wendigkeit und dem spielerischen Charakter eines deutlich kürzeren Performance Boards verbinden. Genau diese Mischung machte das Space Case auch in unserem Wavepool Test zu einem der ungewöhnlichsten Boards im Testfeld.

Wobei der Begriff Midlength bei unserer getesteten 6’0 Version natürlich mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Delight Alliance bietet das Space Case aktuell in 6’0 mit 33 Litern sowie 6’6 mit 40 Litern an. Der Hersteller positioniert den Shape als vielseitiges Everyday Board für den Ozean und gibt für fortgeschrittene Surfer bis Profis einen Einsatzbereich von etwa einem bis acht Fuß an.

Viel Volumen, aber alles andere als behäbig
Wer beim Begriff Midlength an entspanntes Trimmen und große, langgezogene Turns denkt, wird vom Space Case überrascht. Bereits auf den ersten Wellen in der O₂ SURFTOWN MUC zeigte sich eine sehr hohe Grundgeschwindigkeit. Das Board kommt schnell ins Laufen und trägt sein Tempo mühelos über die Welle.
Noch überraschender ist allerdings seine Wendigkeit. Der Pivot Point fühlt sich sehr direkt an und das Space Case lässt sich über den hinteren Fuß erstaunlich eng drehen. Trotz seiner zusätzlichen Fläche und des Volumens lässt sich das Board schnell auf die Rail stellen und deutlich sportlicher bewegen, als man zunächst vermuten würde.
Genau hier liegt für uns der spannendste Aspekt des Shapes. Das Space Case versucht nicht, einfach nur ein leicht zu surfendes Midlength zu sein. Es möchte aktiv gefahren werden.



