Share

NOA Surfboards Omnia Test

Surfboards

Wavepool Surfboards Review: NOA Surfboards Omnia

Das moderne Everyday Shortboard mit klassischen Wurzeln

Das NOA Surfboards Omnia verfolgt einen Ansatz, der auf den ersten Blick fast unspektakulär klingt und gerade deshalb interessant ist. Es soll ein echtes High Performance Shortboard sein, das seinen Fahrer nicht permanent fordert oder für kleine Fehler bestraft. Stattdessen soll es Vertrauen vermitteln, zum härteren Pushen animieren und sowohl im Wavepool als auch im Ozean möglichst viel Performance aus unterschiedlichen Bedingungen herausholen.

SURFBOARD TEST Wavepool

Entwickelt wurde das Omnia über einen Zeitraum von rund 18 Monaten gemeinsam mit O₂ SURFTOWN Local Moritz „Mo“ Bernheine. Dabei entstand der Shape nicht ausschließlich unter den reproduzierbaren Bedingungen eines Wavepools. Mehrere längere Aufenthalte am Meer und unzählige Sessions in der O₂ SURFTOWN MUC flossen in die Entwicklung ein. Das Ziel war ein neues Benchmark Shortboard für NOA, das kompromisslose Performance mit einem möglichst intuitiven Fahrgefühl verbindet.

Genau diese Mischung konnten wir bei NOA Surfboards Omina

Ein Shape, der bewusst nach Shortboard aussieht

Während viele moderne Everyday Boards immer breiter, kompakter und voluminöser werden, geht das NOA Surfboards Omnia optisch einen klassischeren Weg. Die schmale Outline, die spitze Nose und die gestreckten Proportionen erinnern durchaus an High Performance Shortboards früherer Generationen.

Wer das Board unter dem Arm trägt, erwartet deshalb zunächst einen anspruchsvollen Performance Shape, der Geschwindigkeit und saubere Technik voraussetzt. Auf der Welle zeigt sich allerdings schnell, dass der erste Eindruck täuscht.

Das NOA Surfboards Omnia ist deutlich zugänglicher, als seine Outline vermuten lässt.

Es paddelt überraschend gut an, erzeugt früh Lift und vermittelt bereits beim Take Off viel Vertrauen. Genau das unterscheidet den Shape von manchen kompromisslosen Competition Boards, die zwar enorme Performance Reserven besitzen, diese aber erst abrufen, wenn der Surfer selbst permanent Geschwindigkeit erzeugt.

Wavepool Surfboards: NOA Surfboards Omnia

Rocker und Concaves arbeiten gegeneinander und genau das funktioniert

Ein wichtiger Bestandteil des Shapes ist der kontinuierliche Rocker mit beschleunigendem Tail Rocker. Der zusätzliche Kick im hinteren Bereich sorgt dafür, dass das Board enge Radien ermöglicht und sich auch in steileren Sections kontrolliert drehen lässt.

Normalerweise kostet mehr Tail Rocker allerdings Geschwindigkeit. Genau hier kommt das Unterwasserschiff ins Spiel.

Zwischen den Beinen arbeitet das NOA Surfboards Omnia mit einem ausgeprägten Single to Double Concave. Dadurch entstehen zusätzlicher Lift und Speed, die den stärkeren Tail Rocker teilweise kompensieren sollen. Das Board bleibt dadurch lebendig und kommt früh ins Gleiten, ohne die Drehfreudigkeit eines Performance Shortboards aufzugeben.

Diese Kombination war auch im Wavepool deutlich spürbar. Das NOA Surfboards Omnia gehört zwar nicht zu den absoluten Speed Spezialisten unseres Tests, fühlt sich aber nie langsam oder träge an. Vielmehr entsteht Geschwindigkeit auf eine kontrollierte und sehr berechenbare Art.

Wavepool Surfboards: NOA Surfboards Omnia

Rail to Rail ist eine seiner großen Stärken

Besonderes Augenmerk wurde bei der Entwicklung laut NOA auf eine möglichst einfache Rail to Rail Transition gelegt. Und genau hier hat uns das Omnia besonders gut gefallen.

Das Board lässt sich sehr intuitiv von einer Kante auf die andere bewegen. Es reagiert direkt, ohne dabei nervös zu werden. Gerade bei Bottom Turns und anschließenden Richtungswechseln vermittelt das viel Vertrauen.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu extrem reaktionsfreudigen High Performance Boards. Ein Board kann so sensibel sein, dass jede kleine Gewichtsverlagerung unmittelbar eine Reaktion auslöst. Das fühlt sich unter den Füßen eines Pros fantastisch an, kann für weniger routinierte Surfer aber schnell anstrengend werden.

Das NOA Surfboards Omnia findet hier einen angenehmen Mittelweg. Es reagiert schnell, verlangt aber nicht nach absolut perfektem Timing.

Wavepool Surfboards: NOA Surfboards Omnia

Der Tail Kick macht den Unterschied

Besonders auffällig ist der beschleunigte Rocker im Tail. Sobald der hintere Fuß Druck bekommt, lässt sich das Board erstaunlich eng drehen. Gerade angesichts der eher klassischen Outline überraschte uns, wie agil sich das Omnia in engeren Sections bewegen lässt.

Bottom Turn, Railwechsel und anschließend ein enger Top Turn fühlen sich sehr natürlich an. Das Board vermittelt nicht das Gefühl, dass man es gewaltsam um die Kurve drücken müsste.

Gleichzeitig bleibt genügend Kontrolle vorhanden, um auch in steileren Sections Druck aufzubauen. Genau hier zeigt sich der Performance Anspruch des Shapes.

Wer das NOA Surfboards Omnia aktiv surft, bekommt deutlich mehr zurück als jemand, der lediglich über die Welle cruisen möchte.

NOA Surfboards Omnia

Kontrollierter Release statt Überraschungseffekt

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklung war ein klar definierter Release Point im Tail. Das Board soll sich lösen, wenn der Fahrer es möchte, dabei aber nicht plötzlich und unkontrolliert ausbrechen. Bei einem Snap lässt sich das Board lösen, ohne dass man das Gefühl bekommt, plötzlich die gesamte Führung zu verlieren.

Gerade für fortgeschrittene Surfer ist diese Berechenbarkeit interessant. Man kann beginnen, Turns aggressiver zu surfen und das Tail bewusster freizugeben, ohne direkt auf einem extrem sensiblen Competition Shape unterwegs zu sein.

NOA Surfboards Omnia

Ein High Performance Board, das nicht ständig High Performance verlangt

Vielleicht ist genau das die interessanteste Eigenschaft des NOA Surfboards Omnia. Es sieht nach klassischem High Performance Shortboard aus und besitzt auch die entsprechenden Gene, fühlt sich aber nicht unnötig kompliziert an.

Das Board unterstützt den Fahrer stärker, als die schmale Outline vermuten lässt. Gleichzeitig gibt es genügend Performance Reserven, um einen fortgeschrittenen Surfer nicht auszubremsen.

Damit positioniert sich das Omnia zwischen zwei Welten. Es bietet deutlich mehr Präzision und Direktheit als ein breiter Groveller, verlangt aber weniger permanente Arbeit als ein kompromissloses Competition Shortboard.


Wavepool Surfboards: NOA Surfboards Omnia

Im Wavepool entwickelt, aber nicht darauf beschränkt

Die gemeinsame Entwicklung mit Mo Bernheine und die vielen Sessions in der O₂ SURFTOWN MUC machen das Omnia natürlich besonders interessant für Wavepool Surfer. Die reproduzierbaren Bedingungen bieten ideale Voraussetzungen, um kleine Veränderungen an Rocker, Outline oder Rails direkt miteinander zu vergleichen.

Trotzdem sollte man das NOA Surfboards Omnia nicht als reines Wavepool Board verstehen.

Die Entwicklungsarbeit am Meer war bewusst Teil des Prozesses. Gerade die Kombination aus kontrolliertem Rocker, schmalerer Outline und gutem Rail Grip dürfte dem Board helfen, wenn Wellen schneller, steiler und weniger berechenbar werden.

Wir können uns den Shape deshalb genauso gut auf einem guten französischen Beachbreak oder einem schnellen Pointbreak vorstellen. Auch in kraftvolleren Reefbreak Bedingungen dürfte das Omnia deutlich mehr Reserven besitzen als ein typischer Small Wave Groveller.

Wavepool Surfboards: NOA Surfboards Omnia

Für wen eignet sich das NOA Surfboards Omnia?

Das Omnia richtet sich in erster Linie an fortgeschrittene bis sehr erfahrene Surfer, die ein echtes Shortboard Feeling suchen, aber keinen kompromisslosen Competition Shape benötigen.

Besonders interessant dürfte es für Surfer sein, die inzwischen auf breiteren Hybrid Boards unterwegs sind und wieder etwas mehr klassische Shortboard Performance möchten. Das Omnia bietet die schmalere Outline und die direkte Railkontrolle eines Performance Shapes, ohne sämtliche Unterstützung über Bord zu werfen.

Für Anfänger wäre das Board dagegen nicht unsere erste Wahl. Dafür verlangt die schmale Outline bereits zu viel aktive Kontrolle und saubere Positionierung auf der Welle.

NOA Surfboards Omnia

Gemeinsam mit einem SURFTOWN Locals entwickelt

Dass mit Mo Bernheine ein Surfer an der Entwicklung beteiligt war, der die O₂ SURFTOWN MUC extrem gut kennt, ist für unseren Test natürlich besonders interessant. Ein Wavepool erlaubt es, Shapes immer wieder auf nahezu derselben Welle zu fahren und Veränderungen dadurch wesentlich gezielter zu beurteilen.

Gleichzeitig wurde das Omnia nicht ausschließlich für diese künstlichen Bedingungen optimiert. Die Entwicklungsarbeit am Meer sollte sicherstellen, dass der Shape auch dort funktioniert, wo eben nicht jede Welle gleich ist.

Genau diese Verbindung macht das Konzept interessant: Wavepool Präzision bei der Entwicklung, aber ein Einsatzgebiet, das weit über den Wavepool hinausgeht.

Unser Eindruck

Das NOA Surfboards Omnia gehört zu den ausgewogensten Performance Boards unseres Tests. Und das ist ausdrücklich positiv gemeint.

Es besitzt keine einzelne Eigenschaft, die alle anderen völlig überstrahlt. Stattdessen funktioniert das Gesamtpaket. Das Board paddelt gut an, entwickelt ausreichend Geschwindigkeit, erzeugt viel Drive, reagiert direkt und bietet einen kontrollierten Release.

Genau dadurch vermittelt es schnell Vertrauen.

Das Omnia versucht nicht, seinen Fahrer mit einer extremen Eigenschaft zu beeindrucken. Vielmehr hat man nach einigen Wellen das Gefühl, immer weniger über das Board nachdenken zu müssen. Und genau das ist bei einem guten High Performance Shortboard vielleicht das größte Kompliment.

NOA Surfboards Omnia

SurfersMag Approved 2026
Speed 7,0
Drive 9,0
Response 9,0
Release 9,0

Stärken

  • Sehr präzises und direktes Fahrgefühl
  • Starker Drive aus Turns
  • Schnelle Reaktion auf Gewichtsverlagerungen
  • Kontrollierter Release über das Tail
  • Ausgewogener Performance-Shape

Schwächen

  • Benötigt eine saubere Surf-Technik
  • Weniger Volumen und Unterstützung für Anfänger
  • Nicht auf besonders schwache Wellen spezialisiert
  • Fehler werden weniger stark verziehen
Fazit: Das NOA Surfboards Omnia ist ein modernes High Performance Shortboard mit überraschend klassischen Wurzeln. Schmale Outline, spitze Nose und Performance Rocker treffen auf gutes Wave Catching, viel Drive und einen sehr kontrollierten Release. Es ist kein Board, das mit einer einzelnen extremen Eigenschaft auffallen möchte. Es macht vielmehr fast alles ziemlich richtig. Und manchmal ist genau das die beste Voraussetzung für ein Surfboard, das man nicht nur an besonderen Tagen aus dem Rack holt.
Geschäftsbedingungen

Gib bitte deine Email Adresse an, damit wir dich mit News, Updates und den neuesten Angeboten versorgen können. Falls du nicht mehr interessiert bist, kannst du dich jederzeit abmelden. Wir geben deine Daten nicht an Dritte weiter und werden dir nur Nachrichten schicken, die dich auch interessieren. Versprochen!

Read our full Privacy Policy as well as Terms & Conditions.

production