Beim Lib Tech x Lost Quiver Killer ist der Name tatsächlich Programm. Der Shape wurde von Lost als Surfboard für diejenigen entwickelt, die nicht für jede Wellenhöhe ein anderes Board besitzen oder mit drei Boardbags in den nächsten Surftrip starten möchten. Statt sich auf eine bestimmte Disziplin zu konzentrieren, soll das Quiver Killer vom durchschnittlichen Beachbreak bis zur kraftvollen Urlaubswelle möglichst viel abdecken.
Genau deshalb war das Board für unseren Test in der O₂ SURFTOWN MUC besonders interessant. Denn ein gutes Wavepool Board muss nicht zwangsläufig auch das Board sein, das man anschließend mit nach Frankreich, Portugal oder Indonesien nehmen würde. Beim Quiver Killer hatten wir dagegen schnell das Gefühl, dass der Wavepool nur einen Teil seines Einsatzbereichs zeigt.
Lib Tech selbst beschreibt den Shape als einen seiner vielseitigsten und beliebtesten Entwürfe. Die Kombination aus ausreichend Volumen und Fläche, einer etwas schmaleren Nose, Performance Rocker und einem abgerundeten Thumb Tail soll sowohl in kleineren als auch in deutlich besseren Wellen funktionieren.

Kein Spezialist und genau das ist seine Stärke
Viele moderne Surfboards lassen sich relativ schnell einer Kategorie zuordnen. Groveller, Fish, Performance Shortboard oder Step Up. Beim Quiver Killer verschwimmen diese Grenzen etwas.
Das Board bringt genügend Volumen und Fläche mit, um einfach ins Gleiten zu kommen, ohne sich wie ein reines Small Wave Board anzufühlen. Unser getestetes 6’0 kommt auf 34,5 Liter bei 20,5 Zoll Breite und 2,6 Zoll Dicke. Insgesamt reicht die aktuelle Range von 5’6 mit 27 Litern bis 6’4 mit 40,5 Litern. Dadurch lässt sich der Shape je nach Körpergewicht, Können und Einsatzbereich sehr unterschiedlich dimensionieren.
Im Wavepool vermittelte das Board vom ersten Take Off an viel Sicherheit. Es liegt ruhig auf der Welle, lässt sich gut kontrollieren und verlangt nicht permanent nach maximaler Aufmerksamkeit. Gerade im direkten Vergleich mit den spielerischeren Twins unseres Tests wirkt das Lib Tech x Lost Quiver Killer deutlich gesetzter.
Das klingt zunächst vielleicht weniger aufregend. Auf der Welle ist genau diese Berechenbarkeit aber eine seiner größten Qualitäten.




