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Channel Islands Feb’s Fish

Surfboards

Wavepool Surfboards Review: Channel Islands Feb’s Fish

Die stylische Spaßmaschine für flüssige Lines

Kaum ein aktuelles Surfboard verkörpert den modernen Free Surf Style so sehr wie das Channel Islands Feb’s Fish. Gemeinsam mit dem südafrikanischen Style Master Mikey February entwickelt, verbindet der Shape die klassischen Gene eines Fish mit deutlich moderneren Performance Eigenschaften. Herausgekommen ist ein Twin Fin, das nicht nur verdammt gut aussieht, sondern vor allem Geschwindigkeit, Flow und eine etwas andere Interpretation von Performance Surfing in den Mittelpunkt stellt.

Channel Islands Feb

Entwickelt wurde das Feb’s Fish von Britt Merrick und Mikey February. Die Zusammenarbeit der beiden hatte zuvor bereits das erfolgreiche CI Twin Pin hervorgebracht. Während dieses als Alternative zum klassischen High Performance Thruster für kraftvollere Wellen gedacht war, verfolgt das Feb’s Fish einen vielseitigeren Ansatz. Es soll den typischen Speed und Flow eines klassischen Fish liefern, gleichzeitig aber deutlich dynamischer und kontrollierter zu surfen sein.

Channel Island Feb

Klassischer Fish trifft moderne Performance

Auf den ersten Blick erinnert die Outline durchaus an einen traditionellen San Diego Keel Fish. Die breite Fläche sorgt für ordentlich Gleitleistung, gleichzeitig fallen jedoch die etwas schlankere Nose und das schmalere Tail auf. Auch die Rails sind dünner gehalten als bei vielen klassischen Fish Shapes.

Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn das Board mit höherer Geschwindigkeit auf die Rail gestellt wird. Statt nur über die Wasseroberfläche zu gleiten, lässt sich das Channel Islands Feb’s Fish deutlich aktiver surfen und bietet auch bei kraftvolleren Turns ausreichend Halt.

Hinzu kommt ein modernerer Rocker mit mehr Nose Rocker. Dadurch soll sich das Board auch bei steileren Take Offs sicherer anfühlen und weniger anfällig für Nosedives sein. Gleichzeitig lässt es sich vertikaler surfen als ein traditioneller Fish.

Channel Island Feb

Im Wavepool zeigt sich der typische Twin Charakter

Schon auf den ersten Wellen unseres Tests in der O₂ SURFTOWN MUC fiel auf, wie leicht das Feb’s Fish Geschwindigkeit aufnimmt. Es möchte laufen und belohnt einen Surfer, der ihm Raum dafür gibt.

Obwohl wir das Board ausschließlich im A Frame Modus testen konnten, können wir uns den Shape besonders gut im Point Modus vorstellen. Lange Carves, Speed Lines und flüssige Rail to Rail Übergänge passen perfekt zum Charakter des Boards. Aggressive Richtungswechsel und extrem enge Turns stehen dagegen weniger im Vordergrund.

Genau hier unterscheidet sich das Feb’s Fish von einem klassischen High Performance Thruster. Es geht weniger darum, jede Section möglichst radikal zu attackieren. Vielmehr animiert das Board dazu, die gesamte Welle zu nutzen, Geschwindigkeit mitzunehmen und Turns miteinander zu verbinden.

Channel Island Feb

Loose, schnell und bewusst etwas weniger kontrolliert

Das Twin Setup prägt den Charakter entscheidend. Das Tail lässt sich vergleichsweise leicht lösen und vermittelt dieses typische freie, fast schon leicht slidey Fahrgefühl eines Twins. Wer bisher hauptsächlich Thruster gefahren ist, wird den Unterschied sofort bemerken.

Diese Freiheit hat allerdings ihren Preis. Das Feb’s Fish bietet weniger Stabilität und Führung als ein klassisches Drei Finnen Setup. Wer sehr zentral auf dem Board steht oder gewohnt ist, sich stark auf die hintere Finne verlassen zu können, muss seinen Fahrstil entsprechend anpassen.

Fortgeschrittene Surfer werden genau diese Eigenschaft lieben. Das Board reagiert besonders gut auf eine saubere Linienwahl und einen aktiven, flüssigen Fahrstil. Für Anfänger ist es dagegen nur eingeschränkt zu empfehlen. Nicht weil das Feb’s Fish besonders schwierig zu surfen wäre, sondern weil man bereits verstehen sollte, wie man Geschwindigkeit über die Rail kontrolliert und ein Twin Fin richtig belastet.

Channel Island Feb
Channel Island Feb

Die Finnen verändern den Charakter

Spannend ist außerdem, wie stark sich das Feb’s Fish über die Wahl der Finnen abstimmen lässt. Je nach persönlichem Fahrstil kann das Board mit relativ aufrechten Twin Fins für ein besonders loses und drehfreudiges Gefühl oder mit moderneren Keel Varianten für mehr Drive und Halt gefahren werden.

Damit lässt sich der ohnehin vielseitige Charakter noch stärker an die eigenen Vorlieben und die jeweiligen Wellen anpassen.

Channel Islands Feb’s Fish

Für wen eignet sich das Channel Islands Feb’s Fish?

Das Feb’s Fish ist vor allem für fortgeschrittene bis sehr erfahrene Surfer interessant, die bereits ein klassisches Shortboard beherrschen und Lust auf ein anderes Fahrgefühl haben. Wer flüssige Lines, Carves und Speed liebt, dürfte mit dem Board sehr viel Spaß haben.

Wer dagegen maximale Stabilität, präzise Führung über die hintere Finne oder ein klassisches High Performance Shortboard für radikale Snaps sucht, wird mit einem Thruster vermutlich glücklicher.

Unser Eindruck

Das Channel Islands Feb’s Fish ist keine Fish Neuinterpretation für Surfer, die einfach nur möglichst bequem viele kleine Wellen erwischen möchten. Dafür steckt zu viel Performance im Shape.

Es richtet sich vielmehr an fortgeschrittene Surfer, die bewusst nach einer Alternative zum klassischen Thruster suchen. Speed, Flow und lange Turns stehen dabei stärker im Mittelpunkt als maximale Kontrolle oder aggressive Snaps.

In unserem Wavepool Test überzeugte das Feb’s Fish vor allem mit seinem spielerischen Charakter. Das Board möchte bewegt werden und gibt seinem Fahrer dafür viel Freiheit. Wer bereit ist, etwas Stabilität gegen dieses loose Twin Feeling einzutauschen, bekommt eine echte Spaßmaschine.

Channel Islands Feb’s Fish

SurfersMag Approved 2026
Speed 8,0
Drive 9,0
Response 9,0
Release 8,0

Stärken

  • Sehr harmonisches und flowiges Fahrgefühl
  • Viel Drive aus Turns und Bottom Turns
  • Reagiert schnell auf Gewichtsverlagerungen
  • Funktioniert in unterschiedlichen Wellenbedingungen
  • Verbindet Geschwindigkeit und Kontrolle sehr ausgewogen

Schwächen

  • Benötigt eine aktive und präzise Fahrweise
  • Für Anfänger nur bedingt geeignet
  • Weniger fehlerverzeihend als breitere Funboards
  • Entfaltet sein Potenzial vor allem bei sauberer Technik
Fazit: Ein moderner Twin mit klassischen Fish Genen, viel Flow und einer ordentlichen Portion Mikey February Style. Kein Board für jeden, aber genau deshalb eines der charakterstärksten Boards unseres Wavepool Tests.
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