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Sylvester Wenzel

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Sylvester Wenzel: Der adh-Open Champ 2026 im Interview

Nach David und Julius holt nun auch Sylvester den Titel nach Hause, und vollendet das Familienkapitel Wenzel bei den adh-Open.

Header-Foto: Sean Gossler 

Letzte Woche traf sich die deutsche Hochschul-Surfszene wieder in Seignosse an der französischen Atlantikküste zu den adh-Open im Wellenreiten 2026. Bei den Open Men gewann Sylvester Wenzel und komplettierte damit die Sammlung der adh-Titel in der Familie Wenzel.

Wir haben mit dem frischgebackenen Champ über seinen Sieg, das Aufwachsen zwischen Portugal und Surfboards, Contest-Surfen und die besondere Atmosphäre der adh-Open im Wellenreiten gesprochen.

Sylvester Wenzel
Foto: Julius Wenzel

Hi Sylvester! Stell dich doch mal kurz vor.

Sylvester Wenzel: Hi, ich bin Sylvester Wenzel, 25 Jahre alt und in Portugal aufgewachsen. Ich habe in verschiedenen Ländern studiert und es jetzt endlich nach Deutschland geschafft. Dort mache ich aktuell einen zweiten Master in Wind Energy Engineering und arbeite nebenbei als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg bei den Open Men der adh 2026! Seit wann surfst du und wie bist du überhaupt dazu gekommen?

Da ich in Portugal aufgewachsen bin und mein Vater in der Surfbranche gearbeitet hat (er hat Torq Surfboards gegründet), hatte ich das Glück, schon sehr früh mit dem Surfen in Berührung zu kommen. Eigentlich war ich seit ich denken kann am Strand. Eine Zeit lang hatte ich auch etwas Surftraining, aber nie besonders intensiv oder leistungsorientiert.

Sylvester Wenzel

Welches Board surfst du aktuell am liebsten?

Natürlich nur Torq Boards (lacht). Aktuell und auch während des Contests bin ich das Torq Comp2 5’10“ ACT gesurft. Das macht mir momentan am meisten Spaß.

Verrätst du uns deinen Lieblingsspot?

Da muss ich natürlich Guincho nennen, meinen Homespot in Portugal. Die Wellen sind dort ehrlich gesagt oft eher durchschnittlich und wir haben häufig starken Onshore-Wind. Aber es ist eben Zuhause, und das macht den Spot für mich besonders.

Wie fandest du die adh dieses Jahr und wie lange bist du schon dabei?

Dieses Jahr war meine dritte Teilnahme. Vor ein paar Jahren war ich sogar schonmal als Judge dabei. Die adh war auch dieses Jahr wieder unglaublich. Selbst wenn die Bedingungen vielleicht nicht ganz so spektakulär waren wie in manchen anderen Jahren, habe ich das Gefühl, dass das Event jedes Jahr noch besser wird.

Sylvester Wenzel
Foto: Sean Gossler

Wie waren die Surfbedingungen denn?

Die Bedingungen waren insgesamt eher mittelmäßig. Aber zum Ende hin hatten wir definitiv Glück. In den späteren Runden war es auf jeden Fall gut surfbar und man konnte einiges zeigen.

Wie viele Contests hast du bisher gesurft, und wie viele davon gewonnen?

Als Junior bin ich bei einigen Deutschen Meisterschaften gestartet. Dort habe ich es zwar hin und wieder ins Finale geschafft, aber nie ganz nach oben. Außerdem war ich bei ein paar ISA Junior Events dabei, bin dort aber ebenfalls nie wirklich weit gekommen. Und dann habe ich inzwischen auch einige adh-Wettkämpfe mitgenommen.

Dein Bruder Julius hat die adh 2022 auch gewonnen. Wie fühlt sich dein eigener Sieg jetzt an?

(Lacht). Das macht den Sieg natürlich noch einmal deutlich wichtiger. Dazu kommt, dass mein anderer Bruder David das Event sogar schon 2018 gewonnen hat. Jetzt habe ich also als Letzter von uns drei Brüdern den Titel nach Hause geholt.

Sylvester Wenzel

Wie stehst du generell zum Contest-Surfen? Macht dir das Spaß oder ist dir der Druck manchmal zu groß?

Ich finde Contest-Surfen macht auf jeden Fall Spaß, weil es eine ganz andere Art des Surfens ist. Gleichzeitig bringt es aber auch viel Druck mit sich und kostet manchmal ordentlich Nerven. Das gehört einfach dazu.

Sylvester Wenzel
Foto: Ricardo Bravo

Was machst du, wenn du nicht gerade im Wasser bist?

Meistens denke ich dann an gute Wellen und daran, wann ich wieder surfen kann. Aber ich beschäftige mich auch gerne mit anderen Sportarten wie Tennis oder Skaten. Und natürlich wird jetzt auch wieder Arbeit und Studium einen größeren Teil meines Alltags einnehmen. Sonst koche ich sehr gerne. Bei den adh-Open haben mein Bruder und ich Pizza gemacht und verkauft.

Wann bist du das nächste Mal im Wasser?

Hoffentlich in den nächsten Tagen. Ich habe noch ein paar Tage zu Hause in Portugal, bevor der Alltag wieder losgeht, die will ich natürlich möglichst oft im Wasser verbringen.


Sylvester Wenzel

Foto: Julius Wenzel

Was bedeutet Surfen für dich?

Surfen ist einfach unglaublich. Wenn ich könnte, würde ich jede freie Minute im Wasser verbringen. Es ist ein wichtiger Teil meines Lebens.

Hast du ein Surf-Vorbild?

Auch wenn es vielleicht etwas Mainstream klingt: John John Florence. Sein Surfstil ist einfach unglaublich. Ich würde mich definitiv nicht beschweren, so surfen zu können.

Zum Schluss: Möchtest du noch etwas loswerden?

Ich möchte einfach noch einmal sagen, wie großartig die adh als Event ist. Selbst wenn man nicht am Contest teilnimmt oder die Bedingungen mal nicht perfekt sind, herrscht immer eine super Atmosphäre. Es gibt ständig etwas zu erleben, Leute zu treffen und gemeinsam zu feiern.

Foto unten: Julius Wenzel

Sylvester Wenzel
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