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BAMB’AMAZA: Wenn Surfen mehr bedeutet als nur Wellenreiten

Fotos: Arthur Neumeier

Patagonias Kurzfilm BAMB’AMAZA begleitet die zwölfjährige Othandwayo aus Hout Bay und zeigt, wie Surfen Selbstvertrauen, Ausdauer und Gemeinschaft schaffen kann.

Der Ozean war für Othandwayo eigentlich immer da. Aufgewachsen in Imizamo Yethu, einem Township in Hout Bay bei Kapstadt, gehörte das Meer zu ihrer Umgebung. Wirklich kennengelernt hat sie es aber erst durch das Surfen.

Genau davon erzählt Patagonias neuer Kurzfilm BAMB’AMAZA.

Die rund 8:25 Minuten lange Dokumentation begleitet die Zwölfjährige bei ihrer Suche nach einer eigenen Verbindung zum Ozean und zeigt dabei weniger klassische Surf-Action als vielmehr, was passieren kann, wenn ein junger Mensch Zugang zum Meer bekommt.

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Vom Meer vor der Haustür zum eigenen Ort im Wasser

„Bevor ich zur Ocean School kam, war der Ozean für mich einfach nur da“, erzählt Othandwayo.

Erst als sie selbst ins Wasser ging, änderte sich ihr Blick darauf.

„Du kannst den Ozean nicht kontrollieren. Du musst lernen, dich mit ihm zu bewegen. Jede einzelne Welle lehrt mich etwas. Sie lehrt mich, niemals aufzugeben.“

Dieser Gedanke zieht sich durch BAMB’AMAZA. Der Ozean erscheint dabei nicht als romantische Kulisse, sondern als ziemlich ehrlicher Lehrer. Wellen funktionieren nicht nach Plan. Manchmal läuft es, manchmal wird man herumgespült. Fortschritt braucht Geduld.

Für Othandwayo wird Surfen dadurch zu einem Ort, an dem sie Selbstvertrauen, Ausdauer und Gemeinschaft findet – und gleichzeitig Abstand von ihrem Alltag gewinnt.

Die Sentinel Ocean Alliance bringt Kinder ins Wasser

Zum Surfen kam Othandwayo durch die Sentinel Ocean Alliance in Hout Bay.

Die 2018 gegründete NGO arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Küstengemeinden Südafrikas und verbindet Wassersport mit Bildung rund um den Ozean.

Dabei geht es nicht nur darum, jungen Menschen möglichst schnell das Surfen beizubringen. Die Organisation möchte sichere und inklusive Räume schaffen, körperliche und mentale Gesundheit fördern und gleichzeitig ein Bewusstsein für den Schutz mariner Ökosysteme entwickeln.

Heute beschäftigt die Sentinel Ocean Alliance 25 Coaches und Mitarbeitende. Jede Woche nehmen Hunderte Kinder an den Aktivitäten der Organisation teil.

Der Ansatz dahinter ist eigentlich simpel: Wer selbst Zeit im Ozean verbringt und eine persönliche Beziehung zu ihm aufbaut, beginnt häufig auch anders darüber nachzudenken, warum dieser Lebensraum geschützt werden sollte.

Frank Solomon: Zugang zum Ozean darf kein Privileg sein

Gegründet wurde die Sentinel Ocean Alliance vom südafrikanischen Big-Wave-Surfer und Patagonia Surf Ambassador Frank Solomon.

Solomon wollte Kindern aus der Region Zugang zu den Möglichkeiten geben, die für ihn selbst während seiner Kindheit selbstverständlich waren.

„Es ist eine Chance, sich in den Ozean zu verlieben“, sagt er über die Arbeit der Organisation.

Dass daraus einmal eine Organisation mit 25 Mitarbeitenden und Hunderten teilnehmenden Kindern pro Woche entstehen würde, habe er selbst nicht erwartet.

„Ich hätte mir nie vorstellen können, dass daraus einmal die Organisation werden würde, die Sentinel heute ist, und ich bin so stolz auf das Team und auf alle, die uns bis hierher unterstützt haben.“

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