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Luis Vuitton Surf Vibes

Specials

THE HYPE: Surf Vibes bei der Fashion Week Paris

Es gibt diese Momente, in denen eine Subkultur merkt, dass sie den Mainstream erreicht hat.

Nicht, weil plötzlich mehr Menschen surfen.

Sondern weil die Welt beginnt, sich bei ihr zu bedienen.

Genau das ist vergangene Woche passiert.

Für die Präsentation der Louis Vuitton Spring/Summer 2027 Menswear Collection verwandelte Pharrell Williams die Paris Fashion Week in einen Surfspot. Mitten in der französischen Hauptstadt entstand eine rund acht Meter hohe künstliche Welle, umgeben von Sand, Salzwasser-Atmosphäre und einer Kollektion, die sich unverkennbar an der weltweiten Surfkultur orientierte.

 

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Doch was bedeutet es eigentlich, wenn eines der wertvollsten Luxuslabels der Welt plötzlich Surfen ins Zentrum seiner größten Modenschau stellt?

Surfing als Inspiration – nicht als Kostüm

Dass sich Mode immer wieder beim Surfen bedient, ist nichts Neues. Von den bunten Prints der 60er über die Boardshorts der 90er bis hin zum aktuellen Oversized-Look. Surfkultur hat Trends immer wieder beeinflusst.

Pharrell ging jedoch einen Schritt weiter.

Die Show war keine oberflächliche Beach-Inszenierung. Modelle liefen über Sand, trugen wettergegerbten Denim, Materialien mit Neopren-Anmutung, übergroße Strickteile und sogar Surfboards mit Louis-Vuitton-Branding. Im filmischen Auftakt waren mit Mikey February und Julian Wilson zudem zwei echte Surfer zu sehen. Gleichzeitig kündigte Louis Vuitton eine Partnerschaft mit Coral Gardeners zur Wiederherstellung von Korallenriffen in Französisch-Polynesien an.

Die Botschaft war klar:

Surfing ist nicht nur ein Stil. Es ist eine Kultur.

Vom Nischensport zum globalen Lifestyle

Eigentlich überrascht diese Entwicklung kaum.

Seit Jahrzehnten greifen Designer immer wieder auf Elemente der Surfkultur zurück. Marken wie Saint Laurent, Dior oder Prada ließen sich bereits von Surfboards, Neopren oder Beachwear inspirieren.

Gleichzeitig erleben wir seit einigen Jahren eine Rückkehr der klassischen Boardsport-Ästhetik. Pharrells Show ist deshalb weniger ein neuer Trend als vielmehr der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung.

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Zwischen Authentizität und Kommerz

Natürlich bleibt auch Kritik nicht aus.

Einige Stimmen fragen sich, ob Luxusmarken, die keine echte Verbindung zum Ozean besitzen, Surfkultur lediglich als ästhetisches Stilmittel nutzen. Schließlich entstand Surfen nie in den Modemetropolen dieser Welt, sondern an den Stränden Hawaiis, Kaliforniens oder Australiens.

Andere sehen darin jedoch eine große Chance.

Je sichtbarer Surfkultur außerhalb der eigenen Bubble wird, desto größer wird auch ihre gesellschaftliche Relevanz. Gerade die Partnerschaft mit Coral Gardeners zeigt, dass sich eine solche Inszenierung durchaus mit konkretem Engagement für den Meeresschutz verbinden lässt.

 

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Die Surfbranche reagiert überraschend entspannt

Normalerweise ist die Surfwelt eher skeptisch, wenn Luxusmarken plötzlich Surfästhetik für sich entdecken.

Diesmal war der Tenor jedoch ein anderer, zumidest wenn man diesem Artikel glauben darf.

Ryan Hitzel, Gründer von Roark, sieht in der Show vor allem den Beweis dafür, wie stark Surfkultur aktuell wieder auf die nächste Generation wirkt. Für ihn zeigt die Inszenierung, welche kulturelle Kraft Surfing weit über den Strand hinaus besitzt.

Auch Paul Naude von Vissla bewertet den Moment positiv. Er sieht darin eine Anerkennung dessen, was Surfer seit Jahrzehnten wissen: Surfing besitzt eine Ausstrahlung, die weit über den eigentlichen Sport hinausgeht.

Pat Tenore bezeichnete die riesige Welle in Paris sogar als kreative Hommage an die Surfkultur und lobte, dass Surfing dadurch ein völlig neues Publikum erreicht.

Bemerkenswert.

Denn dieselben Stimmen hätten eine solche Inszenierung vor einigen Jahren vermutlich deutlich kritischer bewertet.

 

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Aber Vorsicht …

Natürlich bleibt die Frage, wie viel Surfing übrig bleibt, wenn Luxusmarken daraus einen Trend machen.

Denn Surfing war nie exklusiv.

Es entstand an öffentlichen Stränden.

Nicht auf Laufstegen.

Es gehörte Aussteigern, Beach Bums und Menschen, die lieber im Van schliefen als im Fünf-Sterne-Hotel.

Die Gefahr besteht also darin, dass aus einer Kultur irgendwann nur noch eine Ästhetik wird.

Eigentlich begann das alles schon viel früher

Surfen war schon immer cool. Vielleicht liegt die eigentliche Pointe aber woanders.

Während Modedesigner jetzt entdecken, wie inspirierend Surfing sein kann, wissen Surfer das schon seit Jahrzehnten.

Die Freiheit, Kreativität und Gelassenheit des Surfens haben Generationen von Musikern, Fotografen, Filmemachern und Designern geprägt. Pharrell Williams hat diese Kultur nicht erfunden, er hat sie lediglich auf die wohl größte Modebühne der Welt gebracht.

Oder anders gesagt:

Surfen ist nicht plötzlich cool geworden. Die Mode hat nur etwas länger gebraucht, um das zu verstehen und die Laufstege der Modemetropolen haben es nun auch endlich gemerkt.

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