Team Germany hat kürzlich ein Air Camp in Texas veranstaltet, um ihre Airs für die WM 2024 in Puerto Rico und Olympia zu verbessern. Wir haben mit Tim Elter über das Aircamp, die Taktik von Team Germany und ihre Chancen bei der WM und Olympia gesprochen.
Hey Tim. Wie ist es Team Germany beim Air Camp in Texas neulich ergangen?
Wir sind aus verschiedenen Teilen der Welt nach Texas gereist, um ein Trainingslager ausschließlich für Airs in Waco abzuhalten. Das Camp erstreckte sich über zwei Tage, aufgeteilt in zwei Sessions von jeweils zwei Stunden. Insgesamt hatte jeder aus Team Germany in acht Stunden Surftime 160-180 Air-Versuche. Durch diese lange Trainingszeit hatten die Frauen die Möglichkeit, an den Grundlagen von Airs zu arbeiten, während die Männer bestimmte Grabs, Höhen und Rotationen verfeinert haben. Am Ende des Trainingslagers schafften die meisten Frauen einige Airs und bei den Männern waren größere Airs und neue Tricks zu beobachten. Wenn ihr die Entwicklung sehen wollt, habe ich ein Video auf YouTube dazu genacht. Schaut mal in den VLOG 08 // Air Camp.
Das Ziel eures Aircamps war es, Air Manöver in den Contest der WM in Puerto Rico 2024 zu integrieren, oder? Welche Air Manöver habt ihr genau trainiert?
Ja, da progressive Surfing und radikale Manöver heutzutage hoch bewertet werden, sind Airs das A&O. Bei den Frauen lag der Fokus auf Straight Airs. Es ging darum, vor allem das Abheben und den Pop zu lernen. Auf der Männerseite konzentrierten wir uns ebenfalls auf die Höhe der Airs und darauf, wo und wie wir den Air in der Lippe platzieren, um von dort aus abzuheben. Je nachdem, wie der Air in die Lippe “eingebaut” wird, kann er höher oder weiter sein, die Rotation schneller oder langsamer und das Brett flach oder invertiert.
Gab es Herausforderungen während des Trainingslagers?
Die größte Herausforderung für uns alle war es, den Air in der richtigen Section zu machen. Da die Welle aus der Wand kommt, ist die Air Section beim Takeoff noch nicht sichtbar. Das richtige Timing zu finden, war sehr schwierig. Auch der Wind war nicht immer perfekt. Wenn er auf der linken Seite offshore war, war er auf der rechten Seite onshore.
Was war euer Eindruck von Waco?
Generell waren wir begeistert von der Möglichkeit, so viele Wiederholungen in einer kontrollierten Umgebung durchzuführen. Ich fand es sehr praktisch und denke, dass Wavepools für bestimmtes Techniktraining sehr geeignet sind. Dennoch ist es für mich wie eine andere Sportart. Ich würde niemals einen Pool dem Meer vorziehen. Tatsächlich wurde es uns nach der zweiten Session langweilig, da es immer dieselbe Welle war. Es war viel mehr Arbeit und Fokus auf die Technik als Spaß. Aber wir machen ein Trainingslager nicht nur zum Spaß.
Was ist die Taktik von Team Germany, um bei der WM in Puerto Rico gut abzuschneiden?
Natürlich möchten wir, dass Team Deutschland gut abschneidet. Deshalb haben wir das Trainingslager direkt im Anschluss an Texas in Puerto Rico abgehalten. Unser Ziel war es, die Contest-Wellen kennenzulernen und die neuen Manöver unter den dortigen Bedingungen einzuführen. Wir möchten das klassische Turn-Surfen mit Airs kombinieren und so häufiger Wellen mit sieben Punkten und mehr surfen, um sowohl individuell als auch als Team erfolgreich zu sein.